Das Sankt-Pauli-Stift, unser Wochenendhaus in Struppen

Neues aus Struppen

Garten fertiggestellt

von Christian Bornheimer

Super Beet.
Super Beet.

Seit mittlerweile über zwei Jahren wird am Außengelände in Struppen geschafft, was das Zeug hält. Dabei wurden schon einige große Meilensteine erreicht, wie der Abschluss der Abbrucharbeiten, Inbetriebnahme der Kanalisation, sowie die Fertigstellung von neuen Mauern und der Terrasse. Seit diesem Wochenende gesellt sich ein weiterer Meilenstein dazu: Die Fertigstellung der Gartenanlagen.

Letztes Jahr wurde dazu bereits das Rosenbeet an der Einfahrt hergerichtet. In den letzten Wochen haben sich einige engagierte Menschen das Pflanzbeet am Eingangsbereich vorgenommen und dazu die Fläche terrassiert, den Boden verbessert und schließlich so einiges eingepflanzt. Zukünftig können sich die Besucher also an Blumen wie den Nelkenwurzen erfreuen, aber auch Beeren und Kräuter ernten.

Ein weiteres Highlight ist sicherlich die neu hergerichtete Rasenfläche, die nun im Vergleich zum Ausgangszustand eine ganze Ecke größer ist. Am vergangenen Freitag wurde ausgesät, sodass wir in ein paar Wochen einen schicken Rasen sehen werden, der perspektivisch auch zu Spiel und Spaß einladen darf. Ein ganz neues Geh-Gefühl bietet nun auch der Weg zum Kompost. Nun wurde der Graben, den eine Philistergruppe dankenswerterweise bereits letztes Jahr geschaffen hatte, wieder gefüllt und mit recycelten Platten belegt. Diese genießen hier nach ihrer Nutzung an der Einfahrt ihre zweite Lebenshälfte.

Weiterhin wurde kräftig daran gearbeitet, die noch ausstehenden Wege am Haus auf die kommenden Pflasterarbeiten vorzubereiten. Dazu haben wir den Unterbau entsprechend der Höhenplanung hergerichtet und kräftig verdichtet. Auch hier zeigt sich deutlich, dass die vor fast zweieinhalb Jahren erstellte Planung doch so langsam Realität wird.

Start in die neue Saison

von Christian Bornheimer

Beet- und Rasenfläche
Beet- und Rasenfläche

Das Sommersemester steht vor der Tür. Das heißt, dass es wieder rund geht rund ums St.-Pauli-Stift! Nach den sehr erfolgreichen Bauwochen der letzten Jahren musste diesmal zwar ein Wochenende reichen, geschafft wurde aber dennoch so einiges. Allen Beteiligten sei auch auf diesem Wege für das Engagement und Mittun herzlich gedankt!

Da durch die noch ausstehende Erneuerung der Wasserleitung das Setzen von Bordsteinen noch nicht möglich war, beschränkten sich die Arbeiten auf den Gartenbau. So wurde die dafür vorgesehene Beetfläche mit Trockenmauern terrassiert und mit neuer Gartenerde und noch vorhandenem Kompost aufgewertet. Auch wurden Beerensträucher gepflanzt, die leckere Früchte bei geringem Pflegeaufwand versprechen. Erste Kräuterpflanzen werden in der nächsten Zeit um weitere Kräuter ergänzt.

Die künftig größere, für allerhand Sport und Spiel geeignete Rasenfläche wurde ebenfalls grundlegend aufgearbeitet. Der Lehmboden wurde dafür mit einer Bodenfräse aufgebrochen und gelockert. Anschließend haben wir Höhenunterschiede ausgeglichen und eine neue Stromleitung verlegt. Damit der Rasen dann auch gut wächst haben wir eine erste Ladung Mutterboden aufgebracht. Zusammen mit der noch ausstehenden zweiten Ladung wollen wir eine möglichst ebene Fläche erreichen. Anschließend folgt die Aussaat des neuen Rasens!

In den anderen noch ausstehenden Teilen des Projekts erwarten wir für die nächsten Wochen noch einige Bewegung: Die Erneuerung der Wasserleitung steht kurz bevor und auch die Wiederherstellung und Erneuerung der Treppenanlagen wird immer konkreter. Daran anschließend wird es direkt mit der Pflasterung der Wege weitergehen. Für alle anstehenden Arbeiten hoffen wir natürlich auf rege Beteiligung, sowie ideelle und materielle Unterstützung in jedweder Form!

Termine & Struppenplan

Über das Haus

Struppen ist eine Ortschaft am Rande der sächsischen Schweiz, die um die 2500 Einwohner zählt. Wichtig für KSGler ist sie deshalb, weil hier das St.-Pauli-Stift, das Struppenhaus, steht: Ein Selbstversorgerhaus, das der KSG vom Bistum überlassen wurde mit der Bedingung, es instandzuhalten.

In dieses Haus haben schon viele KSGenerationen einige Arbeit hineingesteckt - und auch jetzt noch gibt es immer wieder was zu tun. Deshalb hat die KSG auch einen ganz persönlichen Bezug zu dem Haus und an jedem Wochenende fahren andere Arbeits- und Fachkreise "raus", um am Haus zu werkeln; aber natürlich auch, um gemeinsam Zeit zu verbringen und vom Studienalltag abzuschalten. Der Samstagvormittag wird dann meistens von diesen Arbeiten in Anspruch genommen, und die Struppengeister kümmern sich darum, dass jeder weiß, was gerade zu tun ist.

Daneben birgt das Struppenhaus einigen Komfort. So finden sich dort insgesamt drei Schlafräume, ein Bad mit zwei Duschen sowie ein kleines, aber feines Wohnzimmer, das nicht an Gemütlichkeit spart. Im Erdgeschoss befinden sich Küche und Esszimmer und das Herzstück des Hauses, die Kapelle. An den Samstagen kommt der Pfarrer abends nach Struppen und hält mit den gerade Anwesenden die Vorabendmesse - so bleibt der Stress aus, am Sonntagmorgen nach Dresden zu hetzen. Etwas Besonderes ist auch der große Garten mit Lagerfeuerplatz unten am Bach, der gemütliche Sommerabende verspricht.

Wie kommt man aber nun an diesen Ort der Idylle? Der Weg nach Struppen beginnt für die meisten mit einer S-Bahn-Fahrt bis nach Obervogelgesang. Von dort aus ist es noch ein halbstündiger Fußmarsch, bis man ins Wochenende eintauchen und die Abgeschiedenheit von Struppen genießen kann. Eine kleine Tour, für die man lieber die Kraxe statt des praktischen Trollis packen und auf alles Unnötige verzichten sollte. 
Spielt das Wetter mit, darf man es sich nicht nehmen lassen, gemütlich oder mit Aussicht auf einen neuen Zeitrekord den Elberadweg mit dem Fahrrad zu befahren, um nach Struppen zu gelangen!
 

Anfahrt

Adresse:
St. Pauli in Struppen
Südstraße 29, 01796 Struppen

Auto:
B172 bis Krietzschwitz (hinter Pirna), links abbiegen nach Struppen

Fahrrad:
Elberadweg bis "Obervogelgesang"

S-Bahn:
Linie S1 (Richtung Schöna) bis Bahnhof "Obervogelgesang"
Verbindungsauskunft

Bauprojekte

Am Haus gibt es seit jeher viel zu tun. Die verschiedenen Studentengenerationen investierten viel Zeit und Kraft darin, sodass mit sehr viel Eigenleistung auch große Projekte wie der Neubau der großen Stützmauer Ende der 80er Jahre oder der Dachbodenausbau Anfang der 2000er umgesetzt werden konnten. Projekte der letzten Zeit waren schließlich die gründliche Sanierung von Küche, Speise- und Paterzimmer.

Projekt Außengelände

Im Jahr 2015 wurde klar, dass ein neues, umfangreiches Projekt anstehen würde. Die Gemeinde Struppen baute aufgrund einer veränderten Rechtslage einen neuen Schmutzwasserkanal für die Häuser an der oberen Südstraße. Das bedeutete, dass unsere Abwasserleitungen dort eingebunden werden mussten. Ein tiefer Eingriff in die Wege am Haus war damit unumgänglich, sodass sich eine grundlegende Überarbeitung des Außengeländes anbot. Die Planung dafür erstreckten sich über etwa ein halbes Jahr.

Die Planung enthielt nicht nur den Rückbau der alten Entwässerungsanlage und den Anschluss an die öffentliche Kanalisation, es wurden auch weitere Medien erneuert: Die alten Elektroleitungen für Terrasse und Bungalow, der Gasanschluss und die Trinkwasserleitung. Anschließend wurden alle Wege und Treppen am Haus von Grund auf neu gestaltet. Durch die Neuanlage der Terrasse sollten Nutzbarkeit und Ästhetik der Außenanlagen deutlich gesteigert und den heutigen Begebenheiten angepasst werden.

Der Start der Bauaktivitäten fand im April 2016 mit dem Abbruch der betonierten Wege, Treppen und Rampen statt. Anschließend wurden die Abwasserleitungen verlegt und die Kellerwand an der Nordseite abgedichtet. Erste Zeichen des Wiederaufbaus der Terrasse zeigten sich auch: Die Entwässerungsrinne und die ersten Einfassungen wurden gesetzt. Ein Schacht quer über Terrasse und Wiese diente der Erneuerung der Gasleitung. Ebenfalls 2016 wurden erste Fundamente für die neuen Stützmauern hergestellt.

Das Baujahr 2017 stand ganz im Zeichen des Mauerbaus: Wir haben insgesamt 9 Sandsteinmauern hochgezogen, zwei davon der Stabilität wegen mit einer Betonrückschale. Auch haben wir begonnen die Trockenmauer an der Einfahrt abzubauen und dort die neuen Einfassungen zu setzen. Direkt angrenzend wurde das Rosenbeet angelegt und bepflanzt. Im Verlauf des Jahres konnte die Wiederherstellung der Terrasse erreicht werden, eine neue Rampe führt nun zur Einfahrt.

Grünflächen waren das Motto für das erste Halbjahr des Jahres 2018. Die Wiese wurde mit reichlich Mutterboden neu eingeebnet und eingesät. Auch die neue Beetfläche wurde schick gemacht. Dazu wurden mit recycelten Sandsteinen Terrassen angelegt, in die möglichst robuste Pflanzen gesetzt wurden. Im September wurde eine neue Wasserleitung bis an die Grundstücksgrenze gelegt und die neuen Treppenstufen eingebaut. Nachdem der Untergrund entsprechend hergerichtet war, konnten wir die Pflasterarbeiten durchführen.  Mit dem Abrütteln im November war schließlich der Projektabschluss geschafft.