Das Sankt-Pauli-Stift, unser Wochenendhaus in Struppen

Neues aus Struppen

Bauwoche 2026 erfolgreich beendet!

von Florian Gau

2 Zimmer, 8 Tage, 25 Leute: Eine intensive Bauwoche liegt hinter uns. Viele Säcke Putz, Gipskartonplatten, Holzlatten, Elektroleitungen und Tapetenrollen wurden verbaut. Damit neigt sich das ziemlich umfangreiche Renovierungsprojekt "Wohnzimmer + Bad 1. OG" dem Ende zu.

Ganz abgeschlossen ist die Renovierung allerdings noch nicht: In Juni wird von professioneller Seite ein Lenoleum-Boden im Wohnzimmer verlegt. Anschließend müssen noch Steckdosen und Möbel eingebaut werden. Dank einer Spende gibt es bald ein neues (gut gebrauchtes) Sofa im Wohnzimmer. Außerdem wird - zunächst testweise - ein Beamer inklusive Rechner im Wohnzimmer eingesetzt, sodass die Möglichkeiten für digitale Aktivitäten wie z.B. Filme schauen nun einfacher werden. Nicht zuletzt wird die Holzplatte beim Ausgang auf den Balkon geschliffen und damit aufgehübscht. Insgesamt werden wir dann vrsl. im Juli das Semesterprojekt abgeschlossen haben. Wir freuen uns schon jetzt auf ein stark aufgewertetes Wohnzimmer - nicht nur technisch, sondern auch in der Einrichtung.

DANKE an alle, die sich bei dem Projekt engagiert haben: Allen voran unserem Struppengeist Linus, der stets mit kühlem Kopf das ganze Projekt geplant, organisiert und natürlich auch mitgebaut hat. Aber ohne die vielen helfenden Hände während der Bauwoche wäre die Renovierung niemals möglich gewesen: Ob Verputzen, Stoff für die neuen Stühle schneiden, Kochen, Tapezieren, Streichen - jeder Beitrag war wertvoll!

Neben dem Wohnzimmer haben wir auch die Gelegenheit genutzt, um die baulichen Mängel im Bad (1. OG) zu beseitigen: Neue Elektrik, Wand, Decke und Holzverkleidung für die Rohre werten das Bad im 1. OG wieder auf. Hierbei handelt es sich in erster Linie um einen 1:1-Ersatz.

Bei den nächsten Wochenenden brauchen wir nochmal eure Unterstützung, um die Wohnzimmerrenovierung nach dem "harten Bauen" jetzt auch auf den letzten Metern abzuschließen. Also: Bis bald in Struppen! ;)

Statusupdate Bauwoche 2026: Wohnzimmerrenovierung läuft auf Hochtouren

von Florian Gau

Nun ist es soweit: Die lange vorbereitete Renovierung des Wohnzimmers steht an. Bereits beim "Himmlischen Bauen" über Himmelfahrtstage wurden fleißig die alten Decken- und Wandelemente abgerissen. Wobei man heute wohl eher euphemistisch von einem "Rückbau" sprechen würde.

Nun zeigte sich das fast 100 Jahre alte Gemäuer: In der Decke konnten wir sogar eine alte Zeitung aus DDR-Zeiten finden, Was würden wir wohl heutzutage in der Decke verstecken? Wieder eine Zeitung? Das können wir uns noch bis Mittwoch überlegen, denn dann werden wir voraussichtlich die neue Decke aufhängen - ja, richtig gehört: Die neue Decke wird hängen, nämlich ein wenig tiefer als die alte Decke. Das bringt zum einen bauliche Vorteile mit sich (Spotleisten können einfacher angebracht werden), zum anderen ermöglicht einne abgehängte Decke eine angenehmere, indirekte Beleuchtung mit stromsparenden LED-Leisten.

Dank Christian konnten wir auch die veraltete Elektrik rundumerneuern. Neu ist beispielsweise eine Stromleitung für ein mögliches Balkonkraftwerk mit PV-Modulen. So wird bereits heute mitgedacht, dass man in Zukunft auch im St. Pauli-Stift nachhaltig Strom produzieren kann.

Zurück zum Bauen im Wohnzimmer: In den ersten Tagen der Bauwoche konnten wir - danker vieler fleißiger Hände - bereits die gesamte Wand verputzen, grundieren, alle Leitungen verlegen. Aktuell steht der Feinputz an, bevor bis zum PGR-Wochenende noch tapeziert und gestrichen wird.

Außerdem freuen wir uns auf die neuen, farblich passenden Stoffbezüge für das Wohnzimmer: In gelb-orange-Tönen werden Vorhänge, Sofa und Sitzbezüge bald passend aufeinander abgestimmt sein. Dazu wird es einen Boden im Blauton geben, passend dazu schlicht weiße Wände. Die Wände werden mit Elementen der alten Korkwand gestaltet und so für eine angenehme Akustik sorgen.

Ihr wollt wissen, welche weiteren Verbesserungen die Wohnzimmerrenovierung mit sich bringt? Mehr Infos gibt es im nächsten Beitrag zum Wochenende - oder schaut es euch gerne direkt vor Ort an! :)

Termine & Struppenplan

Aktuell sind keine Termine vorhanden.

Über das Haus

Struppen ist eine Ortschaft am Rande der sächsischen Schweiz, die um die 2500 Einwohner zählt. Wichtig für KSGler:innen ist sie deshalb, weil hier das St.-Pauli-Stift, das Struppenhaus, steht: Ein Selbstversorgerhaus, das der KSG vom Bistum überlassen wurde mit der Bedingung, es instandzuhalten.

In dieses Haus haben schon viele KSGenerationen einige Arbeit hineingesteckt - und auch jetzt noch gibt es immer wieder was zu tun. Deshalb hat die KSG auch einen ganz persönlichen Bezug zu dem Haus und an jedem Wochenende fahren andere Arbeits- und Fachkreise "raus", um am Haus zu werkeln; aber natürlich auch, um gemeinsam Zeit zu verbringen und vom Studienalltag abzuschalten. Der Samstagvormittag wird dann meistens von diesen Arbeiten in Anspruch genommen, und die Struppengeister kümmern sich darum, dass jeder weiß, was gerade zu tun ist.

Daneben birgt das Struppenhaus einigen Komfort. So finden sich dort insgesamt drei Schlafräume, ein Bad mit zwei Duschen sowie ein kleines, aber feines Wohnzimmer, das nicht an Gemütlichkeit spart. Im Erdgeschoss befinden sich Küche und Esszimmer und das Herzstück des Hauses, die Kapelle. An den Samstagen kommt der Studierendenpfarrer abends nach Struppen und hält mit den gerade Anwesenden die Vorabendmesse - so bleibt der Stress aus, am Sonntagmorgen nach Dresden zu hetzen. Etwas Besonderes ist auch der große Garten mit Lagerfeuerplatz unten am Bach, der gemütliche Sommerabende verspricht.

Wie kommt man aber nun an diesen Ort der Idylle? Der Weg nach Struppen beginnt für die meisten mit einer S-Bahn-Fahrt bis nach Obervogelgesang. Von dort aus ist es noch ein halbstündiger Fußmarsch, bis man ins Wochenende eintauchen und die Abgeschiedenheit von Struppen genießen kann. Eine kleine Tour, für die man lieber die Kraxe statt des praktischen Trollis packen und auf alles Unnötige verzichten sollte. 
Spielt das Wetter mit, darf man es sich nicht nehmen lassen, gemütlich oder mit Aussicht auf einen neuen Zeitrekord den Elberadweg mit dem Fahrrad zu befahren, um nach Struppen zu gelangen!
 

Anfahrt

Adresse:
St. Pauli in Struppen
Südstraße 29, 01796 Struppen

Auto:
B172 bis Krietzschwitz (hinter Pirna), links abbiegen nach Struppen

Fahrrad:
Elberadweg bis "Obervogelgesang"

S-Bahn:
Linie S1 (Richtung Schöna) bis Bahnhof "Obervogelgesang"
Verbindungsauskunft

Bauprojekte

Am Haus gibt es seit jeher viel zu tun. Die verschiedenen Studierendengenerationen investierten viel Zeit und Kraft darin, sodass mit sehr viel Eigenleistung auch große Projekte wie der Neubau der großen Stützmauer Ende der 80er Jahre oder der Dachbodenausbau Anfang der 2000er umgesetzt werden konnten. Projekte der letzten Zeit waren schließlich die gründliche Sanierung von Küche, Speise- und Paterzimmer.

Projekt Außengelände

Im Jahr 2015 wurde klar, dass ein neues, umfangreiches Projekt anstehen würde. Die Gemeinde Struppen baute aufgrund einer veränderten Rechtslage einen neuen Schmutzwasserkanal für die Häuser an der oberen Südstraße. Das bedeutete, dass unsere Abwasserleitungen dort eingebunden werden mussten. Ein tiefer Eingriff in die Wege am Haus war damit unumgänglich, sodass sich eine grundlegende Überarbeitung des Außengeländes anbot. Die Planung dafür erstreckten sich über etwa ein halbes Jahr.

Die Planung enthielt nicht nur den Rückbau der alten Entwässerungsanlage und den Anschluss an die öffentliche Kanalisation, es wurden auch weitere Medien erneuert: Die alten Elektroleitungen für Terrasse und Bungalow, der Gasanschluss und die Trinkwasserleitung. Anschließend wurden alle Wege und Treppen am Haus von Grund auf neu gestaltet. Durch die Neuanlage der Terrasse sollten Nutzbarkeit und Ästhetik der Außenanlagen deutlich gesteigert und den heutigen Begebenheiten angepasst werden.

Der Start der Bauaktivitäten fand im April 2016 mit dem Abbruch der betonierten Wege, Treppen und Rampen statt. Anschließend wurden die Abwasserleitungen verlegt und die Kellerwand an der Nordseite abgedichtet. Erste Zeichen des Wiederaufbaus der Terrasse zeigten sich auch: Die Entwässerungsrinne und die ersten Einfassungen wurden gesetzt. Ein Schacht quer über Terrasse und Wiese diente der Erneuerung der Gasleitung. Ebenfalls 2016 wurden erste Fundamente für die neuen Stützmauern hergestellt.

Das Baujahr 2017 stand ganz im Zeichen des Mauerbaus: Wir haben insgesamt 9 Sandsteinmauern hochgezogen, zwei davon der Stabilität wegen mit einer Betonrückschale. Auch haben wir begonnen die Trockenmauer an der Einfahrt abzubauen und dort die neuen Einfassungen zu setzen. Direkt angrenzend wurde das Rosenbeet angelegt und bepflanzt. Im Verlauf des Jahres konnte die Wiederherstellung der Terrasse erreicht werden, eine neue Rampe führt nun zur Einfahrt.

Grünflächen waren das Motto für das erste Halbjahr des Jahres 2018. Die Wiese wurde mit reichlich Mutterboden neu eingeebnet und eingesät. Auch die neue Beetfläche wurde schick gemacht. Dazu wurden mit recycelten Sandsteinen Terrassen angelegt, in die möglichst robuste Pflanzen gesetzt wurden. Im September wurde eine neue Wasserleitung bis an die Grundstücksgrenze gelegt und die neuen Treppenstufen eingebaut. Nachdem der Untergrund entsprechend hergerichtet war, konnten wir die Pflasterarbeiten durchführen.  Mit dem Abrütteln im November war schließlich der Projektabschluss geschafft.