Das Sankt-Pauli-Stift, unser Wochenendhaus in Struppen

Neues aus Struppen

Bauwoche 2022, 5. Tag

von Jakob Leide

Vorraumbereich fertig isoliert
Vorraumbereich fertig isoliert

Es wurde Abend, es wurde Morgen, 5. Tag. Der Arbeitstag heute startete mit einer Entrümpelungsaktion der Werkstatt. Da die abgebrochenen Duschkabinen auf eine Fahrt zum Wertstoffhof warteten, nutzten wir die Chance und sortierten einige nicht mehr zu gebrauchende Baumaterialien aus.

In der Zwischenzeit haben wir die Verspachtelung des Trockenbaus nochmal geprüft und stellenweise ein drittes Mal wiederholt. Außerdem wurde die linke Wand der Duschen und Vorräume glatt verspachtelt. An der vorderen linken Ecke dieser Wand hatten wir bei den Abrissarbeiten einen Wandstummel entfernt, der in den Mauerverbund eingebunden war. Die dadurch entstandenen Lücken konnten wir nun mit Ziegelstücken und Mörtel auffüllen und glattspachteln. Die dadurch entstandene glatte Wand soll später nach der Abdichtung überfliest werden.

Des Weiteren wurde die Dämmung im Vorraumbereich vervollständigt und probeweise die Duschtassen eingesetzt, ausgerichtet und die Maße mit der Planung abgestimmt. Damit ist der vorletzte Tag der Bauwoche geschafft.

Bauwoche 2022, 4. Tag

von Jakob Leide

Zweite Lage Trockenbau fertig
Zweite Lage Trockenbau fertig

Es wurde Abend, es wurde Morgen, 4. Tag. Nachdem gestern die erste Beplankung Trockenbau angebracht wurde, war heute die zweite Lage an der Reihe. Hierbei musste wieder viel gemessen, geschnitten und geschnitzt werden, um die Trockenbauplatten möglichst bündig in den Bestand einzupassen. An den Stellen der Wasseranschlüsse war es nötig, etwas größere Stücke aus dem Trockenbau auszusparen, um Platz für die Anschlussrohre zu schaffen. Damit eine dichte, ebene Rückwand entsteht, floss dort anschließend wieder die eine oder andere Tube Acryl hinein. Parallel dazu wurden Fugen und Schrauben noch grundiert und doppelt verspachtelt und somit gegen Feuchtigkeitseinflüsse geschützt.

Nach dem Abschluss der Trockenbauarbeiten ging es dann mit dem Fußbodenaufbau im Vorraumbereich weiter. Dort soll eine elektrische Fußbodenheizung installiert werden, damit Feuchtigkeit später besser abtrocken kann und somit die Gefahr von Schimmelbildung reduziert wird. Die entsprechende Wärme sollte aber idealerweise nicht in den Estrich und das Erdreich gehen. Deshalb wurde im Vorraumbereich eine Dämmmatte aufgeklebt. Das darf nun bis morgen trocknen, während wir uns von dem heutigen Bautag erholen.

Termine & Struppenplan

Über das Haus

Struppen ist eine Ortschaft am Rande der sächsischen Schweiz, die um die 2500 Einwohner zählt. Wichtig für KSGler:innen ist sie deshalb, weil hier das St.-Pauli-Stift, das Struppenhaus, steht: Ein Selbstversorgerhaus, das der KSG vom Bistum überlassen wurde mit der Bedingung, es instandzuhalten.

In dieses Haus haben schon viele KSGenerationen einige Arbeit hineingesteckt - und auch jetzt noch gibt es immer wieder was zu tun. Deshalb hat die KSG auch einen ganz persönlichen Bezug zu dem Haus und an jedem Wochenende fahren andere Arbeits- und Fachkreise "raus", um am Haus zu werkeln; aber natürlich auch, um gemeinsam Zeit zu verbringen und vom Studienalltag abzuschalten. Der Samstagvormittag wird dann meistens von diesen Arbeiten in Anspruch genommen, und die Struppengeister kümmern sich darum, dass jeder weiß, was gerade zu tun ist.

Daneben birgt das Struppenhaus einigen Komfort. So finden sich dort insgesamt drei Schlafräume, ein Bad mit zwei Duschen sowie ein kleines, aber feines Wohnzimmer, das nicht an Gemütlichkeit spart. Im Erdgeschoss befinden sich Küche und Esszimmer und das Herzstück des Hauses, die Kapelle. An den Samstagen kommt der Pfarrer abends nach Struppen und hält mit den gerade Anwesenden die Vorabendmesse - so bleibt der Stress aus, am Sonntagmorgen nach Dresden zu hetzen. Etwas Besonderes ist auch der große Garten mit Lagerfeuerplatz unten am Bach, der gemütliche Sommerabende verspricht.

Wie kommt man aber nun an diesen Ort der Idylle? Der Weg nach Struppen beginnt für die meisten mit einer S-Bahn-Fahrt bis nach Obervogelgesang. Von dort aus ist es noch ein halbstündiger Fußmarsch, bis man ins Wochenende eintauchen und die Abgeschiedenheit von Struppen genießen kann. Eine kleine Tour, für die man lieber die Kraxe statt des praktischen Trollis packen und auf alles Unnötige verzichten sollte. 
Spielt das Wetter mit, darf man es sich nicht nehmen lassen, gemütlich oder mit Aussicht auf einen neuen Zeitrekord den Elberadweg mit dem Fahrrad zu befahren, um nach Struppen zu gelangen!
 

Anfahrt

Adresse:
St. Pauli in Struppen
Südstraße 29, 01796 Struppen

Auto:
B172 bis Krietzschwitz (hinter Pirna), links abbiegen nach Struppen

Fahrrad:
Elberadweg bis "Obervogelgesang"

S-Bahn:
Linie S1 (Richtung Schöna) bis Bahnhof "Obervogelgesang"
Verbindungsauskunft

Bauprojekte

Am Haus gibt es seit jeher viel zu tun. Die verschiedenen Studentengenerationen investierten viel Zeit und Kraft darin, sodass mit sehr viel Eigenleistung auch große Projekte wie der Neubau der großen Stützmauer Ende der 80er Jahre oder der Dachbodenausbau Anfang der 2000er umgesetzt werden konnten. Projekte der letzten Zeit waren schließlich die gründliche Sanierung von Küche, Speise- und Paterzimmer.

Projekt Außengelände

Im Jahr 2015 wurde klar, dass ein neues, umfangreiches Projekt anstehen würde. Die Gemeinde Struppen baute aufgrund einer veränderten Rechtslage einen neuen Schmutzwasserkanal für die Häuser an der oberen Südstraße. Das bedeutete, dass unsere Abwasserleitungen dort eingebunden werden mussten. Ein tiefer Eingriff in die Wege am Haus war damit unumgänglich, sodass sich eine grundlegende Überarbeitung des Außengeländes anbot. Die Planung dafür erstreckten sich über etwa ein halbes Jahr.

Die Planung enthielt nicht nur den Rückbau der alten Entwässerungsanlage und den Anschluss an die öffentliche Kanalisation, es wurden auch weitere Medien erneuert: Die alten Elektroleitungen für Terrasse und Bungalow, der Gasanschluss und die Trinkwasserleitung. Anschließend wurden alle Wege und Treppen am Haus von Grund auf neu gestaltet. Durch die Neuanlage der Terrasse sollten Nutzbarkeit und Ästhetik der Außenanlagen deutlich gesteigert und den heutigen Begebenheiten angepasst werden.

Der Start der Bauaktivitäten fand im April 2016 mit dem Abbruch der betonierten Wege, Treppen und Rampen statt. Anschließend wurden die Abwasserleitungen verlegt und die Kellerwand an der Nordseite abgedichtet. Erste Zeichen des Wiederaufbaus der Terrasse zeigten sich auch: Die Entwässerungsrinne und die ersten Einfassungen wurden gesetzt. Ein Schacht quer über Terrasse und Wiese diente der Erneuerung der Gasleitung. Ebenfalls 2016 wurden erste Fundamente für die neuen Stützmauern hergestellt.

Das Baujahr 2017 stand ganz im Zeichen des Mauerbaus: Wir haben insgesamt 9 Sandsteinmauern hochgezogen, zwei davon der Stabilität wegen mit einer Betonrückschale. Auch haben wir begonnen die Trockenmauer an der Einfahrt abzubauen und dort die neuen Einfassungen zu setzen. Direkt angrenzend wurde das Rosenbeet angelegt und bepflanzt. Im Verlauf des Jahres konnte die Wiederherstellung der Terrasse erreicht werden, eine neue Rampe führt nun zur Einfahrt.

Grünflächen waren das Motto für das erste Halbjahr des Jahres 2018. Die Wiese wurde mit reichlich Mutterboden neu eingeebnet und eingesät. Auch die neue Beetfläche wurde schick gemacht. Dazu wurden mit recycelten Sandsteinen Terrassen angelegt, in die möglichst robuste Pflanzen gesetzt wurden. Im September wurde eine neue Wasserleitung bis an die Grundstücksgrenze gelegt und die neuen Treppenstufen eingebaut. Nachdem der Untergrund entsprechend hergerichtet war, konnten wir die Pflasterarbeiten durchführen.  Mit dem Abrütteln im November war schließlich der Projektabschluss geschafft.